Lokale Projekte

Wir sind ein Bildungs-und Antidiskriminierungsprojekt zu geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen. In Workshops mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen führen wir niedrigschwellig in diese Themengebiete ein und bieten Teilnehmenden die Möglichkeit, mit jungen lesbischen, schwulen, bi, asexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen ins Gespräch zu kommen.

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Unsere Workshops werden überwiegend von jungen Ehrenamtlichen durchgeführt, die selbst lesbisch, schwul, bi, asexuell, trans* oder queer sind, oder die mit diesen Themen enge Berührungspunkte haben.

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Alle SCHLAU-Projekte arbeiten bundesweit nach einheitlichen Qualitätsstandards. Dazu gehört, dass unsere Teamer_innen ein Qualifizierungsseminar besuchen. Darüber hinaus können sie regelmäßig an Fachfortbildungen teilnehmen. Unsere Qualitätsstandards können Sie auf unserer Website nachlesen.

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SCHLAU RLP ist in juristischer Trägerschaft von QUEERNET RLP. Die fünf Lokalprojekte in Rheinland-Pfalzwerden von lokalen Trägern vor Ort realisiert:

  • Kaiserslautern: lauterjungs- und mädels e.V.
  • Koblenz: Junge Vielfalt e.V.
  • Landau: Aidshilfe Landau e.V.
  • Mainz: Schwulenreferat Universität Mainz
  • Trier: Schmit-z e.V.

Das Landesnetzwerk SCHLAU RLP wird vom Rheinland-Pfälzischen Familienministerium gefördert.

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In unseren Workshops bieten wir Schulklassen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, mit jungen lesbischen, schwulen, bi, asexuellen, trans* und queeren Menschen ins Gespräch zu kommen. Mit pädagogischen Methoden und evaluierten Konzepten führen wir niedrigschwellig in die Themengebiete sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identitäten ein. Wir sprechen dabei über Lebenswirklichkeiten, das eigene Coming-Out, Diskriminierungserfahrungen sowie Vorurteile und Rollenbilder.

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Die Lokalprojekte von SCHLAU RLP bieten Workshops ab der 6. Klasse an. Wir passen uns dem Alter der Teilnehmenden an, so dass auch Veranstaltungen mit höheren Klassenstufen, Studierenden, Auszubildenden und jungen Erwachsenen durchgeführt werden. Einige Projekte bieten außerdem Fortbildungen für Multiplikator_innen an, z.B. auf Fachtagen oder bei Schulungen für Lehrkräfte und Pädagog_innen.

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Wir setzen uns für eine aufgeklärte und offene Gesellschaft ein, in der vielfältige Orientierungen und Identitäten, wie z.B. heterosexuelle, lesbische, bisexuelle, asexuelle, schwule, inter*und trans*, gleichberechtigt gelebt werden können. Grundanliegen von SCHLAU ist es deshalb, die sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung zu fördern und Diskriminierung entgegenzuwirken. Wir stehen für ein respektvolles und gewaltfreies Miteinander, in dem unterschiedliche Meinungen gegenseitig akzeptiert werden. Für uns kommen allen Menschen gleiche unteilbare Rechte zu. Wir gehen davon aus, dass Homo-, Trans*-und Inter*phobie mit sexistischen, rassistischenund weiteren ausgrenzenden Vorurteilen zusammenhängen. Akzeptanzarbeit muss sich deshalb grundsätzlich mit Mechanismen von Ausgrenzung und Diskriminierung beschäftigen und diesen bewusst entgegentreten.

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Wir bieten keine explizite Sexualaufklärung an. Fragen zu Sexualität oder Sexualpraktiken werden von uns ausschließlich niedrigschwellig und nicht-autobiografisch beantwortet. Wir grenzen uns ebenso von den Themenfeldern Beratung, Selbsthilfe oder Gesundheitsprävention ab. Für all diese Themen gibt es Expert_innen und Angebote, die sich auch an Schulklassen und Jugendgruppen richten. Wir möchten dabei z.B. auf pro familia, die rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen oder lokale Beratungsangebote verweisen.

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Durch Fernsehen, Internet und andere mediale Darstellungen haben die meisten Jugendlichen bereits Bilder und Stereotype über Heterosexuelle, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Asexuelle, Trans*und Inter* im Kopf –und die Jugendlichen bringen viele Fragen mit. Im Mittelpunkt unserer Workshops steht daher das biografische Erzählen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit unseren TeamsoffenFragen zu stellen. Die einzelnen Teamer_innen geben dann Antworten aus ihrer persönlichen Biografie heraus. SCHLAU-Workshops bieten vielen Jugendlichen damit die erste Möglichkeit von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Asexuellen und Trans* selbst informiert zu werden.

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Typische Fragen sind „Wie war dein Coming-out?“, „Wie haben deine Freunde reagiert?“, „Wurdet ihr schon mal blöd angemacht?“ oder „Geht ihr Händchen haltend durch die Fußgängerzone?“. Gelegentlich werden uns auch Fragen zu lesbischer und schwuler Sexualität gestellt, z.B. „Wie haben Lesben Sex?“. Solche intimen Fragen werden von uns nicht biografisch beantwortet, sondern auf einer allgemeinen, sachlichen Ebene und in altersangemessener Sprache.

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Nein. SCHLAU bietet keine Sexualaufklärung, sondern Antidiskriminierungsarbeit. Wir reden mit Jugendlichen über Lebensentwürfe, Familienmodelle, über Coming-Out und Diskriminierung. Wenn Sexualität zum Thema gemacht wird, dann durch die Jugendlichen selbst. In unseren bundesweit geltenden Qualitätsstandards heißt es dazu:
Inhalte, die in den Bereich der Sexualaufklärung fallen, sind nicht explizit Teil des Workshops. Werden dennoch Fragen dazu gestellt, werden diese sachlich, altersangemessen, zielgruppenadäquat und im Rahmen gesetzlicher Vorgaben beantwortet. Außerdem wird auf andere professionelle Organisationen, wie z.B. pro familia, verwiesen.

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Nein. Diese Behauptung wurde wiederholt fälschlich in verschiedenen Zeitungsartikeln aufgestellt. In unseren Methoden geht es um Diskriminierung, Klischees, Familienbilder oder allgemein um gesellschaftliche Privilegien. Die Jugendlichen planen keinen Puff, sie denken sich keine Lieblingsstellung aus und stellen auch keine Sexualpraktiken nach. Alle von uns genutzten Methoden respektieren die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen der Jugendlichen. Die speziell für unsere Bildungsarbeit konzipierte „SCHLAUE Kiste“ enthält Methoden zur Antidiskriminierungsarbeit, nicht zur Sexualaufklärung.

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Nein. Die Selbstbestimmung der Jugendlichen zu stärken, ist ein wichtiges Ziel unserer Workshops. Dazu gehört auch, dass die Jugendlichen ihre Themen selbst bestimmen. In offenen Gesprächsrunden diskutieren die Jugendlichen mit uns und untereinander über gesellschaftliche Vielfalt und lernen, unterschiedliche Standpunkte gegenseitig zu respektieren.

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Wir ermutigen die Teilnehmenden offen über Klischees, Vorurteile und Abneigungen zu sprechen, so lange dies respektvoll geschieht. Ebenso bringen wir Meinungen und Ansichten Respekt entgegen und bewerten diese nicht, insofern sie im Einklang mit Menschen-und Grundrechten stehen. Selbstverständlich werben wir, im Sinne von Antidiskriminierungsarbeit, für Respekt und Akzeptanz und hoffen, dass die Jugendlichen nach unseren Workshops homosexuellen, bisexuellen, asexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen offen gegenüberstehen.

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Nein. In unseren Workshops werden heterosexuelle, lesbische, schwule, asexuelle, bisexuelle, trans* und inter* Identitäten gleichwertig dargestellt. Im Übrigen ist es unmöglich, heterosexuelle Menschen lesbisch oder schwul zu machen, genauso wie es umgekehrt unmöglich ist, aus Lesben und Schwulen heterosexuelle Menschen zu machen.

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Heterosexualität ist wie Homo-und Bisexualität eine sexuelle Identität von Menschen. In unseren Workshops nehmen wir zu keinem Zeitpunkt Bewertungen vor. Da es unser Anliegen ist, dass Schwule, Lesben, Trans* und Inter* nicht abgewertet werden, verbietet sich dies selbstverständliche auch für Heterosexuelle.

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In unseren Workshops sensibilisieren wir für in der Gesellschaft verankerte Rollenbilder von Frau und Mann sowie den damit einhergehenden Diskriminierungen und Benachteiligungen, v.a. für Frauen. Auch sensibilisieren wir dafür, dass sich nicht alle Menschen in die Kategorien „Frau“ und „Mann“ einordnen lassen (z.B. Intersexualität) und dass es Menschen gibt, deren selbstempfundenes Geschlecht nicht mit dem zugeschriebenen Geschlecht übereinstimmt (z.B. Trans*). Für alle Themen gilt der Grundsatz, die Selbstbestimmung der Jugendlichen zu fördern.

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Unsere Workshops mit Schulklassen sind nach Absprache mit der Lehrkraft i.d.R. Schulveranstaltungen und als solche ist die Anwesenheit für alle Schüler_innen verpflichtend. In unseren Workshops bemühen wir uns um den Grundsatz der Freiwilligkeit: Die aktive Teilnahme an Methoden und Gesprächen erfolgt freiwillig –dies gilt für die Jugendlichen ebenso wie für unser Team, das beispielsweise selbst bestimmt, welche Fragen es beantworten möchte und kann. Sollte eine Zusammenarbeit mit einzelnen Jugendlichen nicht möglich sein, wird die Lehrkraft noch während der Workshops einbezogen und bietet ggf. alternative Aufgaben an.

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Ja. Lehrkräfte und pädagogisches Schulpersonal laden uns ein, damit wir Unterrichtsinhalte zu lesbischen, schwulen, bi, asexuellen, trans*und inter*-Lebensweisen als außerschulische Expert_innen ergänzen. Schüler_innen oder Schülervertretungen kommen ebenfalls auf uns zu, weil sie selbst etwas gegen Homo-und Trans*phobie an ihrer Schule unternehmen wollen. In beiden Fällen wird der SCHLAU-Workshop mit den Lehrkräften vor-und nachbereitet, damit die Einbettung in das jeweilige Unterrichtsfach gelingt. Übrigens haben die SCHLAU-Gruppen insgesamt mehr Anfragen von Schulen, als sie bedienen können. Das zeigt, wie wichtig Lehrkräften und Schulen professionelle Antidiskriminierungsarbeit heute ist.

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Wir möchten den Teilnehmenden –insb. Jugendlichen –einen Raum für offene Gespräche und ehrliche Fragen bieten. Dazu zählt auch, dass Vorurteile thematisiert und Unwissenheit angesprochen wird. Durch die Abwesenheit der Lehrkraft ermöglichen wir dies in einem geschützten Raum ohne Bewertungsdruck. Selbstverständlich sind Lehrkräfte über die Inhalte des Workshops informiert und während der gesamten Workshopdauer für das SCHLAU-Team erreichbar. Darüber hinaus arbeiten SCHLAU-Teams konsequent nach dem Vier-Augen-Prinzip, so dass Teamer_innen nie alleine mit den Teilnehmenden sind.

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Bitte wenden Sie sich an info@schlau-rlp.de oder besuchen Sie uns unter www.schlau-rlp.de!

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